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Staatsanwaltschaft Essen Tobias Alexander Tessmer und Jörn Alexander Strothenke

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75 Js 278/17-

Durch Urteil des Landgerichts Essen vom 20.02.2018, Az.: 64 KLs -75 Js 278/17 -40/17, wurden die Einziehungsbetroffenen Tobias Alexander Tessmer und Jörn Alexander Strothenke gesamtschuldnerisch zur Zahlung von Wertersatz i.H.v. 1.850,- EUR, sowie der Betroffene Strothenke darüber hinaus in Höhe eines weiteren Betrages von 100,- EUR rechtskräftig verurteilt.

Es konnten keinerlei Vermögenswerte gesichert werden. Eine Zwangsvollstreckung verspricht gegenwärtig keine Aussicht auf Erfolg.

Den Einziehungsanordnungen liegt folgender Sachverhalt zugrunde:

Wohnungseinbruchdiebstahl und Betrug

Eine schriftliche Mitteilung gegenüber jedem Tatverletzten wäre mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden, daher erfolgt die Belehrung gem. § 459k StPO lediglich öffentlich über den Bundesanzeiger.

Diese Mitteilung erfolgt, um die Möglichkeit zu eröffnen, Rechte auf Entschädigung geltend machen zu können.

Hierzu müssen die Ansprüche binnen sechs Monaten nach Veröffentlichung dieser Mitteilung bei der Staatsanwaltschaft Essen zu dem o.g. Aktenzeichen angemeldet werden. Die Anmeldung ist innerhalb dieser Frist formlos möglich und kostenfrei (§ 459k Abs. 1 StPO).

Werden die Ansprüche binnen der genannten Frist nicht geltend gemacht, bleibt der Staat Eigentümer des Verwertungserlöses und des Wertersatzbetrags.

Auch nach Ablauf der Frist besteht die Möglichkeit, dass Sie oder ein Rechtsnachfolger eine Entschädigung erhalten. Allerdings muss dann ein vollstreckbarer Titel vorgelegt werden, aus dem sich der Entschädigungsanspruch ergibt (§ 459k Abs. 5 StPO).

Eine Erlösauszahlung durch die Staatsanwaltschaft an Sie kann frühestens in 6 Monaten und nur dann erfolgen, wenn alle anderen Verletzten ebenfalls vollständig entschädigt werden können. Andernfalls müssten Sie Ihre Ansprüche erneut in einem Insolvenzverfahren über das Vermögen des Einziehungsbetroffenen anmelden. Hierüber werden Sie gegebenenfalls nochmals von einem Insolvenzverwalter aufgefordert.

Da eine vorzeitige Entschädigung nicht möglich ist, ist von Sachstandsanfragen abzusehen.

Der Staatsanwaltschaft ist es nicht erlaubt, im Einzelfall rechtlichen Rat zu erteilen. Bitte sehen Sie deshalb von telefonischen Rückfragen ab und lassen Sie sich ggf. anwaltlich beraten.

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von factum
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