dresden-unipress.com Alle Informationen rund um Dresden

Lagrange Fondsmonitor: Institutionelle Investoren wollen Immobilienquoten erhöhen

[Gesamt: 0   Durchschnitt:  0/5]

Deutsche institutionelle Investoren wollen ihr Engagement in Immobilien-Spezial-AIF mehrheitlich steigern oder zumindest konstant halten. Im Rahmen der Umfrage zum Lagrange Fondsmonitor der Lagrange Financial Advisory GmbH (Lagrange) für das erste Halbjahr 2021 ergab sich ein Indexstand von 7,33 Punkten (Ende 2020: 7,12 Punkte). Ein Stand von eins entspräche dabei einer starken Reduzierung, ein Stand von elf einer starken Erhöhung des Immobilienanteils unter den Spezialfonds-Anlagen. Lagrange ist ein Finanzierungsberater für institutionelle Fonds im Immobilien-, Private-Debt- und Infrastruktur-Bereich.

Mehr als die Hälfte der befragten institutionellen Investoren gaben an, den Immobilienanteil in ihrem Fondsportfolio in den kommenden zwölf Monaten steigern zu wollen. Ein Drittel plant, den Anteil konstant zu halten, und nur acht Prozent beabsichtigen eine Reduzierung. Damit ist das Interesse an einer Ausweitung des Immobilien-Spezial-AIF-Anteils noch etwas stärker ausgeprägt als das ebenfalls zunehmende Interesse an Immobilienanlagen generell. Bezüglich der Risikokategorien zeigt sich weiterhin eine klare Präferenz für Core- und Core-plus-Investments, auf die zusammen 72 Prozent aller Nennungen entfallen. Auf Value Add entfielen 21 Prozent der Nennungen, während opportunistische Investments mit acht Prozent weiterhin nur eine geringe Rolle spielen.

Mit Blick auf die verschiedenen Immobilien-Nutzungsarten ist weiterhin eine starke Präferenz für Wohnimmobilien und Logistikimmobilien erkennbar, die jeweils für rund 15 Prozent der Befragten infrage kommen. Im Vergleich zu Ende 2020 nahm das Interesse an Wohnimmobilien, die damals noch für 19 Prozent der Befragten infrage kamen, leicht ab, während sich bei den Logistikimmobilien keine Veränderung ergab. An dritter Stelle lagen erneut Büroimmobilien mit elf Prozent (Ende 2020: zwölf Prozent). Für Einzelhandelsimmobilien mit mindestens 70-prozentigem Lebensmittel-Anteil interessieren sich neun Prozent (Ende 2020: zehn Prozent) der Teilnehmer und damit ebenso viele wie sich Investments in gemischte Wohn- und Gewerbeimmobilien vorstellen können.

Unter den verschiedenen Zielregionen für die Investments der Immobilien-Spezial-AIF ist Deutschland weiterhin am beliebtesten, wobei der Anteil mit 17 Prozent etwas niedriger liegt als Ende 2020 (22 Prozent). Beliebteste Auslandsmärkte sind erneut Frankreich und die Benelux-Staaten sowie nun auch Österreich mit jeweils acht Prozent. Dicht danach folgen Skandinavien und die Schweiz mit jeweils sechs Prozent sowie Australien, Irland, USA und UK sowie südeuropäische Länder mit jeweils fünf Prozent. Wichtigster Grund für Investments in Immobilien-Spezial-AIF ist für 36 Prozent der Befragten die Risikodiversifikation im Portfolio. Auch die Nutzung von spezifischen Chancen an den Immobilienmärkten (21 Prozent) sowie der Mangel an Anlagealternativen (19 Prozent) sind wesentliche Motive für die Beteiligung an diesen Investmentvehikeln.

Auf die Frage nach den derzeit größten Herausforderungen im Zusammenhang mit Investitionen in Immobilien-Spezial-AIF wurden hohe Immobilienpreise und geringe Anfangsrenditen zwar mit 42 Prozent immer noch am häufigsten genannt, jedoch ist dieser Anteil im Vergleich zu Ende 2020 (55 Prozent) spürbar zurückgegangen. Deutlich an Bedeutung gewonnen haben dagegen das geringe Angebot an geeigneten Investmentobjekten mit 29 Prozent (Ende 2020: 18 Prozent) sowie das Risiko von Preis- und Mietrückgängen mit 27 Prozent (Ende 2020: 23 Prozent). Die Finanzierung von Immobilienkäufen hingegen stellt mit zwei Prozent der Nennungen (Ende 2020: fünf Prozent) offenbar keine Herausforderung dar. Die Möglichkeit, Anteile an Immobilien-Spezial-AIF über den Zweitmarkt zu erwerben beziehungsweise zu verkaufen, ist immerhin bereits für knapp die Hälfte der Befragten von Interesse.  Ein Einfluss der Corona-Pandemie auf die Asset-Allokation wird von einer übergroßen Mehrheit verneint. (DFPA/mb1)

Quelle: Pressemitteilung Lagrange

Die Lagrange Financial Advisory GmbH ist ein Finanzberater für institutionelle Investoren mit Sitz in Frankfurt am Main.

www.lagrange-fin.info

von
dresden-unipress.com Alle Informationen rund um Dresden

Archiv